Frischcacher

Corona hat unsere Freizeitgestaltung umgekrempelt und viele zum Geocaching geführt. Das bringt ein wenig Unruhe in die Gemeinde, weil naturgemäß dadurch gehäuft Anfängerfehler gemacht werden, aber hey: Wir sind alle nicht als Routiniers vom Himmel gefallen und „the more the merrier!“.

Ich begrüße diese Entwicklung ausdrücklich! Aber es soll ja allen Spaß machen – auch den Routiniers. Ich zähle mich mit meinen derzeit rund 700 Funden einfach mal dazu, zumal ich anders als andere nur Caches logge, die ich tatsächlich vor mir hatte und mich bisher auf Tradis konzentriere. Und unser Job in dem Spiel ist es, Einsteigern die Hand zu reichen und zu beraten.

Auf geocaching.com findest Du mich als „sauerstoff“.

Ein paar Dinge konnte ich bei meinen Rackern beobachten, die ich gern in ein paar Tips für Einsteiger formulieren möchte:

Einen Cache suchen und loggen

  • Präge Dir genau ein, wie der gefundene Cache platziert wurde. Platziere ihn nach dem Loggen möglichst genau da wo Du ihn gefunden hast. Der Owner wird sich Gedanken gemacht haben, warum er ihn genau dort platziert hat. Klar – wenn vor euch ein sogenannter „Besserverstecker“ da war habt ihr keine Chance zu wissen, wie die Platzierung gedacht war. So wird jemand genannt, der eigenmächtig einen anderen Versteckort wählt, weil er der Meinung ist, dass er dort besser aufgehoben ist.
  • Schreibe möglichst nette Logeinträge, wenn alles in Ordnung war und es vielleicht besonderen Spaß gemacht hat. Owner freuen sich wahnsinnig über wortreiche und herzliche Logeinträge.
  • Spoilere nicht. Achte darauf, in deinen Logs keine unnötigen Hinweise auf den genauen Versteckort zu nennen. Auch solltest Du kein Foto des Behälters in den Logeintrag aufnehmen. Suchende durchforsten bei anfänglichem Misserfolg gern mal die vorangegangenen Logs. Und allzu leicht soll es nun auch wieder nicht sein.
  • Wenn Du einen größeren Cache einen Trackable findest (Das sind die Gegenstände mit einem Code daran) dann hast Du grundsätzlich drei Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen:
    1. Du ignorierst sie
    2. Du loggst, dass Du einen gesehen hast. Dann hast Du in ‚discovert‘.
    3. Du nimmst ihn an Dich, um ihn in einem anderen Cache zu platzieren (placen), dann ‚retrievest‘ Du ihn.

Wenn Du unsicher bist siehe 1. und lies Dich in die Materie ein, es ist nicht kompliziert. Am besten bei Cachewiki (eh eine tolle Quelle für Informationen).

Noch ganz allgemeine Tips:

  • Fange am besten mit traditionellen Caches „Tradis“ an, das sind die grünen Boxen auf der Karte. Starte mit Schwierigkeit- und  Terrainwertungen 1-2 zum Anfang. So sammelst Du Erfahrungen und Erfolgserlebnisse. Multis, Mysteries, Earthgedöns, Travelbugs etc. kommen dann noch früh genug.
  • Denke dreidimensional – Hohlräume sind in der Regel das, was Du suchst. Überlege, wo DU einen Cache an diesem Ort verstecken würdest.
  • Lasse euch von den Fund-Zahlen anderer Cacher nicht beeindrucken. Zwar sind einige sicher tatsächlich eifrige Sucher und hatten die geloggten Caches tatsächlich vor sich. Andererseits pervertieren einige Cacher das System soweit, dass sie z. B. als „Team“ losziehen, sich vor Ort aufteilen und dann loggt jeder alle Caches, die irgendein Teil des Teams womöglich ganz woanders gefunden hat. Und seit es die Cache-Arten gibt, die quasi vom Sofa aus abgewickelt werden können sehe ich die Statistiken noch kritischer.
  • Und wie oben schon erwähnt: Lass euch von den vermeintlichen alten Hasen nicht mit womöglich aggressiven und herablassenden ‚Hinweisen‘ den Spaß nicht verderben. Alles schon erlebt. Es ist kein Meister vom Himmel gefallen.
  • to be continued

 

Einen Cache verstecken

  • Finde tatsächlich erst mal so um die 100 unterschiedliche Caches und achte darauf, was Dich dabei ärgert, was unangenehm ist und woran Du Freude hast. Unterschiedliche deshalb, weil es Serien gibt, bei denen jeder Cache quasi gleich gestaltet ist. Erst mit dieser Erfahrung platziere Deinen ersten eigenen Cache. Ich selbst hab das in meiner Euphorie viel zu früh gemacht, mistige Caches gelegt und dafür berechtigt die Quittung bekommen.
  • Auch ist es sinnvoll bei manchen Caches in der Natur den Versteckort zu allen Jahreszeiten gesehen zu haben. Da wird ein im Sommer gut versteckter Cache im Winter weithin sichtbar und andersrum wuchert ein im Winter gelegter Cache im Sommer komplett zu.
  • to be continued

 

6 Gedanken zu „Frischcacher

  1. Hi, das finde ich echt toll von dir 🙂 als Anfänger war es echt schwer mal ein bisschen Info von andere zu kriegen, Bei die Stammtische waren alle zwar sehr nett, aber mir kam das vor als wollten sie die Info nicht geben. Aber es hatte auch wahnsinns Spass gemacht es alleine zu probieren 🙂
    LG Dyanih2

    1. Servus!
      Ich halte nichts von übertriebener Geheimniskrämerei, wenn es um allgemeine Themen geht. Diskretion verstehe ich allerdings, wenn es um konkrete Caches geht, die man doch selbst finden soll, statt dass man zu viel über sie im Vorfeld verraten bekommt.

      1. Hi ! Das verstehe ich, aber ich wollte eigentlich überhaupt Tips zum Cachen, ich war ganz neu und die Freundin die mir das gezeigt hatte ist gleich darauf weit weg gezogen . Zum Beispiel hatte ich mir gross vorgenommen nach meinem 100 Caches, wollte ich selber ein Cache legen. Disaster , ich habe wohl alles falsch gemacht laut des Reviewers. Aber was oder wie ich das genau ändern soll kam nicht 🙁 , obwohl ich die Guidelines gelesen hatte. Aber egal, ich freue mich jetzt auf eine neue Saison und selber ein Cache legen kriege ich auch noch hin LOL

  2. Hallo ksauer,

    Dein Beitrag „Frischcacher“ ist echt super geschrieben und so erklärt das es gut zu verstehen ist.
    Ich habe letztes Jahr wieder das Dosensuchen begonnen, mit neuem Spielernamen. Bin quasi ein Anfänger…

    Also dann weiterhin „happy hunting“

    Sabine (LetzterVersuch)

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